Buchpreis für Menschenrechte
Der heuer erstmals zu vergebende Buchliebling-Ehrenpreis International Human Rights Book Award Vienna geht an die chinesische Schriftstellerin Jung Chang, die nach ihrer Emigration als erste Chinesin einen Doktortitel an einer britischen Universität erhielt. Sie lebt in London und verfasste unter anderem gemeinsam mit ihrem Mann, Jon Halliday, eine Biografie über Mao.
Die Jury unter dem Vorsitz von Johann P. Fritz, Director
Emeritus International Press Institute (IPI), begründet die
Entscheidung mit den tiefen Einblicken, die das Buch „Wilde
Schwäne – Die Geschichte einer Familie. Drei Frauen in China von
der Kaiserzeit bis heute“ in das interessanteste Land unserer
Zeit gibt und damit eine Fülle an Material zum Verständnis der
aktuellen Debatte über Menschenrechte in China liefert.
„Mein
Buch ist kein Buch über Politik, sondern ein Buch darüber, wie
sich Politisches bis ins Kleinste auf das Leben jedes Einzelnen
auswirkt“, sagt Chang. Im Buch werden unterschiedliche
Repressionsmodelle von der Kaiserzeit über die japanische
Besatzung und den kommunistischen Untergrundkampf bis zur
Versteinerung des maoistischen Revolutionsprojektes beschrieben,
anhand derer leidvolle politische und soziale Zusammenhänge in
der Entwicklung Chinas nachvollzogen werden können.
Die Jury lud 19 renommierte Journalisten und Medienexperten –
darunter Simon Li („Los Angeles Times“) und Robert Savio (Inter
Press Service) – ein, jeweils einen Titel vorzuschlagen, der
unter den Aspekten der UNO-Menschenrechtscharta als besonders
wertvoll einzustufen ist.
Aus den 19 Nominierungen wählte die
österreichische Jury, der unter anderem Presse-Chefredakteur
Michael Fleischhacker und Standard-Chefredakteurin Alexandra
Föderl-Schmid angehörten, das Buch „Wilde Schwäne – Die
Geschichte einer Familie. Drei Frauen in China von der
Kaiserzeit bis heute“ von Jung Chang.
Mehr Informationen zu diesem Ehrenpreis finden Sie hier:
Human Rights Book Award